Energetisches Gutachten: Sanierung Realschule Feuchtwangen

Energiekonzept Johann-Georg-von-Soldner-Realschule Feuchtwangen

Im Auftrag des Landkreises Ansbach

 

Autoren:

  • Dr. Burkhard Schulze Darup
    Schulze Darup & Partner
     
  • Dipl.-Kfm. (Univ.) Dipl.-Ing. (FH) Martin Reuter
    EnergieAgentur Mittelfranken
     
  • Dipl. Ing. Rupert Diels
    Schulze Darup & Partner
     
  • Dipl. Ing. Uli Vieweg
    EnergieAgentur Mittelfranken

 

Für die Realschule in Feuchtwangen (Baujahr 1970) wurde im Zuge der Sanierungsüberlegungen im Jahr 2008 ein energetisches Gutachten erstellt. Das Gebäude hat eine Energiebezugsfläche von 4890 m² und umfasst 24 Klassenräume mit 720 Schülern.

Für die Untersuchung wurden folgende Standards betrachtet:

  1. Ist-Zustand
  2. EnEV 2009 (Mindeststandard)
  3. EnEV 2009 in Verbindung mit einer Zu-/Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung
  4. EnEV 2009 minus 20 %
  5. Passivhaus-Standard.

 

In den Abbildungen 1 bis 3 wird die Bilanzierung des Jahresheizwärmebedarfs, des Endenergie- sowie des Primärenergiebedarfs dargestellt (Berechnung nach Passivhaus Projektierungs Paket – PHPP).

Im Schemaschnitt in Abbildung 4 werden die Maßnahmen für die drei relevanten Standards vergleichend gegenüber gestellt.

Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hinsichtlich der drei Energiestandards zeigte bereits bei heutigen Rahmenbedingungen deutliche Argumente zugunsten des Passivhausstandard. Die Mehrinvestitionen des Passivhausstandards lagen nur 3,1 % höher als die Ausführung nach dem Mindeststandard EnEV 2009 (s. Abbildung 5). Diese Summe wird nach 13,2 Jahren durch die eingesparten Heizkosten ausgeglichen. Bei der voraussehbaren weiteren Entwicklung der Energiepreise wäre eine andere Entscheidung nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch falsch.

Darüber hinaus ergeben sich durch den Passivhaus Standard im Sinn der Nachhaltigkeit folgende weitere Vorteile:

  1. Gute Raumluftqualität durch die Lüftungsanlage
  2. Hoher Komfort durch die hohe bauphysikalische Behaglichkeit auf Grund der warmen Innenoberflächen bei der Gebäudehülle auch in sehr kalten Witterungsphasen
  3. Sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz
  4. Beispielgebender Standard, der gerade in einer pädagogischen Einrichtung eine hohe Bedeutung hat.

 

 

 

 

 

 

 

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